Service-Inspirationen Probekapitel: Das Produkt wird zur wichtigsten Nebensache

Outsourcing, Re-insourcing, Cost cutting, Global buying, Make or buy, Capacity sharing, Tier 1,2,3 usw.usw…. ist es denn inzwischen völlig egal, wer wo die Produkte herstellt, die wir unter unserem Markennamen verkaufen? Und wie gewissenhaft oder leichtfertig das geschieht? Tendenziell scheint das tatsächlich so zu sein im global business – ob wir`s glauben bzw. wahrhaben wollen oder nicht. Da hilft kein Beklagen. Hauptsache, die Kosten sind niedrig genug. Und Hauptsache, wir haben das Glück, dass Total Quality drin ist, wo Total Quality draufgeschrieben wurde. Blindflug?

Absolute Alleinstellung per Patentlaufzeit 18 Jahre – denkste! Was wirklich gut ist, wird mehr oder weniger östlich ganz schnell kopiert, ist juristisch nur per Masochismus bekämpfbar – aussichtslose Beschäftigungstherapie. Innovative Revolutionen sind extrem selten geworden, selbst nachhaltige Evolutionen werden schwierig und rar. Der Verdrängungswettbewerb unter den Gleichartigen gleicht dem Kampf der Neger im Tunnel: nur wer Zähne zeigt, wird registriert.

Wenn sich die Produkte so stark ähneln, dann müssen sich eben die Preise stark unterscheiden – denkste! Nur Masse statt Klasse senkt die Kosten. Also Masse bitte, möglichst homogene Masse, möglichst billig bitte. Ergo wieder totale Austauschbarkeit. Teufelskreis, siehe oben. Flucht per Baukasten/Plattformstrategie in Segment-Varianten und Bedarfsnischen? Riskant und kalkulationsunsicher.

Wenn`s so nicht geht, dann muss eben mit kreativer Werbung geklotzt werden, schön würzig mit Corporate Identity hinterlegt. Denkste! Über immer weniger substanziellen Unterschied immer lauter zu blöken, ist nicht nachhaltig, wirkungslos und teuer. Bei Waschmittel mag`s funktionieren, bei Produkten mit Service-Umfeld/Nachgeschäft wohl nicht. Die Logistik wird neuerdings vermehrt als Heilmittel gepriesen. Just in time, just in shape, just in sequence, just in hope! Aber per Patt lässt sich die Partie auch nicht gewinnen: die Logistik-Provider arbeiten ja für jeden, die Werkfuhrparks gibt es nicht mehr.

Hurra, da gibt`s ja noch den Service. Wenn wir den portfoliomässig streamlinen und psychologisch im Rahmen unseres Clienting tough upgraden und als Client Satisfaction Program echt hard sellen, dann kann`s doch nur klappen mit den Profit Rates. Wer da nicht cool mitzieht, wird im Zuge des Early Retirement Concepts in seinen Schrebergarten entsorgt. Motto: Happy Hour between Trauer und Flower.

Jetzt mal wieder ganz seriös: gleiche Produkte zu gleichen Preisen bei gleicher Werbung und gleicher Kommunikation – das kann`s nicht sein. Per Service-Excellence Kunden zu finden und zu binden, das ist der Weg, so formuliert sich unsere Aufgabe. Zu empfehlen ist Benchmarking bei Würth oder Mövenpick oder Sixt oder auch McDonalds – getreu der Mövenpick-Leitlinie: „wir machen nichts Außergewöhnliches, aber das Gewöhnliche machen wir außergewöhnlich gut“.

Beachten wir gerade im Service immer besonders unsere Verantwortung für die Langzeit-Kundenbindung! In einer amerikanischen Autowerkstatt ist mir einmal der Wandspruch begegnet „make new clients, keep the old; the one is silver, the other is gold“. Echt cool!

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